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Über die Stiftung
Der Hamburger Kaufmann Carl Heinrich Schmilinsky vermachte 1889 in einem gemeinschaftlich mit seiner Ehefrau Amalie Caecilie errichteten Testament sein beträchtliches, in Mexiko erworbenes Vermögen, der Stadt Hamburg zur Gründung einer milden Stiftung. Durch diese wollte er einem großen sozialen Unglück in seiner Vaterstadt, nämlich dem Los unversorgter Frauen, abhelfen.
Dem Wunsch des Stifters entsprechend veranlassten Senat und Stiftungsvorstand nach dem Tod Carl Heinrich Schmilinskys 1891 die Errichtung eines "Asyls für junge, konfirmierte Mädchen gebildeter Stände, von Geburt Hamburgerinnen". Weiterhin sollten dort auch unversorgte ältere Frauen in einer Freiwohnung Aufnahme finden. Mit diesen detaillierten Überlegungen war Heinrich Schmilinsky weit vorausschauend, wenn nicht sogar innovativ.

Die Auswahl des Grundstücks und die Bauaufgabe wurden dem Architekten Emil Meerwein, einem der Rathausbaumeister und Erbauer der Laeiszhalle-Musikhalle übertragen.
Bereits im Herbst 1895 konnten in dem repräsentativen Stiftsgebäude in der heutigen Schmilinskystraße an der Außenalster die ersten jungen Mädchen aufgenommen und die ersten Freiwohnungen von älteren Damen bezogen werden.
Nach dem ersten Weltkrieg und der Inflation 1923 war das einst bedeutende Stiftsvermögen soweit zusammengeschmolzen, dass das Internat aufgegeben werden musste.
Die weitgehende Zerstörung des Stiftsgebäudes im zweiten Weltkrieg führte zum Verkauf und 1954 zum Neuanfang des Heinrich Schmilinsky Stifts auf dem neu erworbenen Grundstück Frahmstr. 22 im damaligen Dockenhuden, heute Hamburg-Blankenese.
In den letzten fünfzig Jahren konnten mit Hilfe privater Spenden, Zuwendungen von anderen Stiftungen, Zuwendungen aus dem Zweckertrag des Lotteriesparens der Haspa und behördlicher Unterstützung angrenzende Grundstücke für Neubauten dazu erworben werden, so dass die Stiftung heute über insgesamt 68 Wohnungen in einer großen Gartenanlage verfügt.
Im Mittelpunkt der Stiftungstätigkeit steht der Satzung entsprechend das Angebot von preiswerten Wohnungen für ältere Menschen mit kleinen Einkommen, in denen den Bewohnern im Rahmen des Betreuten Wohnens die Selbständigkeit bis ins hohe Alter ermöglicht wird.
Darüber hinaus sorgen regelmäßige kulturelle und weiterbildende Angebote, an deren Teilnahme auch Senioren aus der Umgebung herzlich willkommen sind, für Anregung, Kommunikation und Lebensqualität.




